Eine grafische Oberfläche für Claude Code
Claude Code ist das Kommandozeilenwerkzeug von Anthropic, um mit Claude zu programmieren. Osiris legt eine Desktop-Oberfläche darüber: ein eigenes Fenster unter Windows, macOS und Linux, mit Chats statt einer Eingabezeile, Sitzungen, die du wiederfindest, und deinen eigenen Notizen als Kontext. Die Arbeit macht weiter Claude Code, mit deinem eigenen Zugang. Osiris hat kein eigenes KI-Modell und ist nicht von Anthropic.
Was Claude Code bleibt
- Deine eigene Anmeldung — ein Claude-Plan, der Claude Code enthält, oder ein API-Schlüssel. Osiris nutzt die Anmeldung, die Claude Code schon hat.
- Deine eigene Rechnung — die Nutzung rechnet Anthropic direkt ab. Osiris verkauft keine Tokens und schlägt auf die Nutzung nichts auf.
- Derselbe Motor — für jede Nachricht startet Osiris
claude -p --output-format stream-jsonmit--mcp-configund--permission-modeund liest den Datenstrom, während er hereinkommt. - Deine CLAUDE.md — sie wirkt auch außerhalb von Osiris, in Claude Code in jedem Terminal.
Ein Chat statt einer Eingabezeile
Antworten erscheinen, während sie geschrieben werden. Was Claude Code unterwegs tut, zeigt Osiris so, wie Claude Code es zeigt:
- Diffs für Dateiänderungen und die Ausgabe der Befehle, die Claude ausführt
- Aufgaben und Pläne — die Aufgabenliste des laufenden Auftrags bleibt oben angeheftet, solange er läuft
- Rückfragen, die Claude dir stellt, und die Schritte von Unteragenten
- Ein Stopp-Knopf und Anhänge: Bilder, Markdown- und Textdateien
Vor dem Senden wählst du Modell, Aufwand und Betriebsart — jedes Mal nachfragen, Bearbeitungen automatisch annehmen, erst planen oder Auto. Braucht Claude deine Erlaubnis, zeigt der Chat eine Karte: einmal erlauben, in diesem Chat immer erlauben oder ablehnen. Eine Einstellung, mit der Claude die Rückfragen ganz überspringt, gibt es in der Desktop-App nicht. Die Liste der Modelle folgt dem, was Claude Code anbietet.
Sitzungen, die du wiederfindest
Jeder Chat liegt auf deinem Rechner, in einer lokalen SQLite-Datenbank. In der Seitenleiste stehen angeheftete Chats oben, die übrigen nach Heute, Gestern, den letzten 7 Tagen und Älter — oder nach Projekt, wenn dir das lieber ist. Strg+K öffnet eine Suche über Chats, Projekte und Aktionen. Du kannst einen Chat umbenennen und anheften, jede Nachricht kopieren und eine Antwort neu erzeugen lassen.
Kontext, den Claude Code allein nicht hat
Osiris gibt jedem Chat mit, was du aufgeschrieben hast und was frühere Unterhaltungen ergeben haben:
- Das Ultrabrain — deine Regeln, Notizen und Entscheidungen als verknüpfte Markdown-Dateien. Jeder Chat startet Claude Code mit dem MCP-Server von Osiris per
--mcp-config, damit Claude darin suchen und lesen kann. - Das Memory — frühere Unterhaltungen, verdichtet zu Wiki-Seiten. Seine Karte geht mit deiner Nachricht mit, und Claude holt sich die Seiten, die es braucht. Wie das funktioniert: ein LLM-Wiki statt RAG.
- CLAUDE.md-Sync — für Repositorys, die mit einem Projekt verknüpft sind, hält Osiris einen Regelblock in deren
CLAUDE.mdaktuell. So kennt Claude Code die Regeln auch, wenn du es ohne Osiris startest. - Derselbe Server auch anderswo — unter Einstellungen → Claude trägt je ein Knopf den MCP-Server von Osiris in Claude Code im Terminal und in die Claude-Desktop-App ein.
Das ganze Bild steht unter Claude Code mit Gedächtnis.
Lieber im Terminal?
Dann tippe osiris im eingebauten Terminal von Osiris. Das startet eine Sitzung im Stil von Claude Code — gestreamte Antworten, eingerückte Werkzeugschritte, Rückfragen, Umschalt+Tab zum Wechseln der Betriebsart und Slash-Befehle wie /model und /memory — mit Namen und Design von Osiris und mit Ultrabrain und Memory im Hintergrund. Den Befehl gibt es nur im eingebauten Terminal, nicht im PATH deines Systems.
Unter macOS und Linux ist claude im selben Terminal weiterhin Claude Code selbst. Unter Windows, wo das eingebaute Terminal im Zeilenmodus läuft, führt auch claude in die Osiris-Sitzung. Mehr zu Editor und Terminal in Osiris.
Der Code gleich daneben
Für Projekte gibt es das Studio (Beta): dein Code im Stil von IntelliJ oder VS Code, auf denselben Dateien wie deine IDE, mit einem Chat mit Claude rechts, der weiß, welches Projekt offen ist. Mehr zum Studio für Java-Projekte mit Maven und Gradle.
Einrichten
- Osiris — für Windows 10 und 11, macOS ab 12 und Linux. Node.js musst du nicht installieren; der Installer bringt mit, was Osiris braucht.
- Claude Code — bei jedem Start fragt Osiris Claude Code, ob es installiert und angemeldet ist. Wenn nicht, zeigt es den passenden festen Befehl zum Kopieren und einen Knopf, der ein Terminal damit öffnet: unter Windows per WinGet, unter macOS und Linux mit dem Installer von claude.ai.
- Anmelden — mit
claude auth login, über dein Claude-Konto oder einen API-Schlüssel. Für Windows gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung: Claude Code unter Windows installieren. - Osiris-Konto — Osiris braucht ein Konto; für die Testzeit sind keine Zahlungsdaten nötig.
Grenzen
- Ohne CLI keine Werkzeuge — Osiris kann mit einem API-Schlüssel auch direkt mit der Anthropic-API sprechen, bekommt auf diesem Weg aber nur Text: keine Dateiänderungen, keine Befehle.
- Das Terminal unter Windows läuft im Zeilenmodus: keine Tab-Vervollständigung, Strg+C bricht einen laufenden Befehl nicht ab, und Vollbildprogramme wie vim oder die Oberfläche von Claude Code selbst gehören ins System-Terminal.
Osiris und die Apps von Anthropic
Anthropic bietet eigene Apps für Claude und Claude Code an; was sie können, beschreibt die Seite von Anthropic zu Claude Code. Osiris ist ein unabhängiges Produkt, das auf Claude Code aufbaut.
Claude und Claude Code sind Marken der Anthropic PBC. Osiris ist ein unabhängiges Produkt, ist nicht mit Anthropic verbunden und wird von Anthropic weder unterstützt noch gesponsert.